Weltgebetstag hat einen Potential

Am Abend des 3. März fand in der St. Petri- und Paulikathedrale in Moskau, wie auch in vielen anderen Gemeinden unterschiedlicher christlicher Konfessionen auf der ganzen Welt, ein Gottesdienst zum Weltgebetstag statt. In der russischen lutherischen Kirche steht dieser Tag schon lange im liturgischen Kalender: schon seit über 20 Jahren. Der erste Freitag im März wird in St. Petersburg, Samara, Kasan, Wolgograd und Wladiwostok begangen; Moskau hat sich dieser Bewegung erst kürzlich angeschlossen - aber auch hier findet der Weltgebetstag schon zum siebten Mal statt. Von Jahr zu Jahr haben wir unterschiedliche Varianten ausprobiert: eine Andacht in der Kapelle gehalten, in kleinen Gruppen an diesem Tag gebetet, den Raum mehr oder weniger stark dekoriert, uns exakt an das vorgeschriebene Programm gehalten oder mit der Liturgie experimentiert. Letztendlich haben wir begriffen, dass das Wichtigste die aktuellen Anliegen der Kirche in ihrem Lebenszusammenhang sowie eine reale Solidarität in einigen Fragen ist - eine Solidarität, die Konfessionsgrenzen überwindet und Nutzen bringt. Außerdem haben wir begriffen, dass man manche Teile des vorgeschriebenen Programms ändern kann, wen sie nicht zum Kontext unserer Gemeinden passen, denn Gebet ist ja eine ernste Sache und nicht zum Vorzeigen.

In Moskau gehen wir nach dem Prinzip vor, dass am Weltgebetstag alle teilnehmen - wie Frauen, so auch Männer. Wir betonen, dass dieser Gottesdienst hauptsächlich von Laien gehalten wird, aber wir bemühen uns auch, die traditionellen liturgischen Formen beizubehalten, ohne die ein christlicher Gottesdienst unmöglich ist, und laden Pastoren und Prediger ein, um diese traditionellen liturgischen Teile zu vollziehen. Besonders betrifft dies die allgemeine Beichte, die Predigt und den Segen. Wir versuchen jedoch auch, eine frische Note in den Gottesdienst am Weltgebetstag einzubringen, und schmücken die Kirche mit frischen Blumen, laden unsere Chöre zum Singen ein (häufig wird der Weltgebetstag zur Testplattform für die Aufführung gerade eingeübter Werke) und finden jedes Jahr eine neue Möglichkeit, kreativ zu werden. 

Das Jahr 2017 ist das Jahr der Reformation. Am 3. März versammelten sich im Gottesdienst am Weltgebetstag Lutheraner und Katholiken, und außerdem besuchten uns wieder orthodoxe Freunde aus dem Diakoniefonds "Staryy Svet", dessen Patron Metropolit Hilarion ist - der Vorsitzende der Abteilung für äußere Kirchenbeziehungen der Russisch-orthodoxen Kirche. Das Programm wurde von Elena Bondarenko, Koordinatorin der Frauenarbeit in der ELKER, zusammengestellt; die Lieder übersetzte der Erzbischof der ELK Russlands Dietrich Brauer; den Gottesdienst bereiteten Frauen aus der Gemeinde der lutherischen St. Petri- und Paulikathedrale vor. Die Predigt hielt Pater Thomas Garcia, Rektor des katholischen St.-Thomas-Instituts. Außerdem wirkten Vertreter des diakonischen Dienstes der Evangelisch-lutherischen und der Römisch-katholischen Kirche beim Gottesdienst mit: Das Evangelium las Elena Poslantschik, Koordinatorin der "Caritas"-Projekte des katholischen Gottesmutter-Erzbistums in Moskau; das Sündenbekenntnis leitete Artis Petersons, Koordinator der Diakonie der ELKER, die Bluemen wurden von der Vorsitzenden des Kirchenvorstands der Kathedralgemeinde Maria Frolowa. Den Gottesdienst begleitete der Chor der Kathedrale unter Leitung von Jekaterina Miroschina und die Organistin der Kathedrale, Irina Schaschkowa-Peterson. Im Zentrum der musikalischen Begleitung stand auch der Jugendchor der französischsprachigen lutherischen Gemeinde Moskaus (Leiterin: Mbolatiana Rakoto, Vorsitzende der Jugendgruppe), zu dessen Gunsten die Kollekte eingesammelt wurde, damit der Chor in der Evangelisch-lutherischen St. Petri- und Pauligemeinde in Jaroslawl auftreten kann, die zur Zentralen Propstei der ELKER gehört. Diese Veranstaltung soll im April im Rahmen der 500-Jahrfeier der Reformation in Russland stattfinden. 

Fünfhundert Jahre Reformation - das war neben dem Gebet für die Philippinen (das Land des Weltgebetstags 2017) Leitmotiv des Weltgebetstags. Pater Thomas Garcia sagte in seiner Predigt, dass er sich in der lutherischen Kathedrale wie zu Hause fühlt, weil er hier als Rektor des katholischen Instituts viele Freunde hat. Er erinnerte sich auch daran, dass Papst Franziskus die Lutheraner während seines Besuchs in einem lutherischen Gottesdienst um Vergebung gebeten hat, und betonte, dass wir vieles gemeinsam haben und dass wir uns auf eine noch größere Annähreung zubewegen. Es ist schon ein Wunder, dass wir die 500-Jahrfeier der Reformen in der Kirche gemeinsam begehen. 

Während des Gottesdienstes konnte man sich während der musikalischen Teile an einer Sand-Show - Sandzeichnungen, die an das Gewölbe der Kathedrale projiziert wurden - erfreuen. Zum Abschluss des Gottesdienstes tranken Gemeindemitglieder und Gäste zusammen Tee und unterhielten sich. Jeder, der wollte, bekam von der Kathedrale Frühlingsblumen - ein Symbol für die Erneuerung der Natur und die Vorbereitung auf die Osterzeit - geschenkt. 

Unsere jahrelange Suche nach einem Konzept für den Weltgebetstag zeigt, dass der Weltgebetstag Potenzial hat. Ein Beweis dafür ist das wachsende Interesse der Gemeindemitglieder und eine größere Teilnehmerzahl als in den vorangehenden Jahren. Auch ist erfreulich, dass an unserem Weltgebetstag in Moskau nun schon traditionell Lutheraner mit Katholiken zusammen teilnehmen. Diese Tradition wollen wir auch nächstes Jahr weiterführen.

Die Segnung des neuen Predigers in der Zentralen Propstei

Am 6. Novemver 2016 fand die Segnung des neuen Predigers der Zentralen Propstei in der Moskauer Kathedrale statt - das war Mitglied der franzoesisch-sprachigen Gemeinde Mamy Rakotonitama. Die Segnung wurde von Erzbischof Brauer gehalten, die Assistenten waren Proepstin Elena Bondarenko, Pastor Viktor Weber und Prediger Artis Petersons. Nach dem Gottesdienst haben Erzbischof Brauer und Gemeindevorsitzender der franzoesisch-sprachigen Gemeinde Jean Oyono die Gemeinde gegruesst, die Jugendlichen der Gemeinde haben ein Festgesang vorgestellt, danach hat man zum von Fara Rakotoarivelo vorbereiteten Buffet eingeladen.

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Am Vorabend des Reformationstages

Am 30. Oktober fand die Einfuehrung der neuen Lutherbibel waehrend der Feierliturgie in der evangelischen Emmausgemeinde zu Moskau statt. Auf diese Weise ist das Jubilaeumsjahr der Reformation angefangen. Den Gottesdienst hat Gemeindepfarrerin Aljona Hoffmann gefuehrt. Die Gaeste waren Proepstin Elena Bondarenko, die die Predigt gehalten hat, und Koordinator der Diakonie der ELKER Prediger Artis Petersons, der vom einzigartigen Projekt der ELK Russlands erzaehlt hat - dem Karl-Bluem-Haus fuer Senioren in Kaliningrader Gebiet. Erzbischof Dietrich Brauer hat dieses Haus unter seinen besonderen Schutz genommen. Artis Petersons hat der Emmausgemeinde fuer die Kollektenreihe fuer das Karl-Bluem-Haus gedankt, ueber das 10-jaehriges Jubilaeum des Hauses mitgeteilt und auch alle Gemeindeglieder darum gebeten, mit Sachen dem Obdachlosenprojekt der Moskauer St.Petri-und-St.Pauligemeinde zu helfen. Am Ende des Gottesdienstes hat man eine neue Kollekte fuer das Karl-Bluem-Haus gesammelt.

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Treffen mit Vera und Martin Gast-Kellert in Kaliningrad.

Vera und Martin sind in die Kaliningrader Propstei als Gaeste fuers Jubilaeum des Karl-Bluem-Hauses angekommen. Das Treffen war eine besondere Freude, weil sie mehrere Jahre verschiedene Projekte der Evangelisch-Lutherischen Kirche Europaeischen Russlands unterstuetzt haben. Waehrend 4 Tage der Unterhaltung mit ihnen hat es geklappt viele interessante Orte von Ost-Preussen zu besuchen, die neue Gedanken und Plaene begeistert haben.

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Pfarrkonvent der Zentralen Propstei

6. September, Moskau. Nach einer Pause hat Pfarrkonvent der Zentralen Propstei der ELKER in Moskauer Kathedrale stattgefunden. Zurzeit besteht das Konvent aus Proepstin, zwei Pastoren und Prediger. An diesem Treffen hat auch Gast - Pastor Andrej Dschamgarow aus Saratow - teilgenommen. Die Pastoren haben die Frage der Restaurierung und der Rueckgabe der Jaroslawler Kirche, aktuelle Probleme der Gemeinden und das Kathechetenprogramm der Propstei besprochen.

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Wiedergeburt der Jaroslawler Kirche

In der Gemeinde zu Jaroslavl gibt es eine frohe Nachricht: der langerwartete Remont der Fassaden der Kirche naehert sich zu Ende. Dank den Versuchen des Gemeindepfarrers Ivan Schirokov und seiner Baubrigade ist Jarosrawler Kirche zum wahren Schatz der Stadt geworden. Das Gebaeude hat die zweite Geburt nach vielen Jahren des Chaos und der Nutzung von Gebaeude ausser gottesdienstlichen Zielen ueberlebt. Endlich koennen die Einwohner der Stadt und die Gaeste die Jaroslawler Kirche, ihre Interiere und Architektur, auch die schoene Musik der Orgel geniessen. Unsere Kirche ist das einzige Gemeindehaus der westlichen christlichen Tradition in Jaroslawler Gebiet. Wir hoffen dass unsere Kirche zum Teil aller Ausflugsmarchrouten der aeltesten Stadt an der Wolga wird.

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Sommerkurs in Nowosaratovka

Vom 15. bis 31. August finden Fernkursen am Theologischen Seminar in Nowosaratowka statt. Das Thema des Sommerseminars ist "Dienst in der Kirchengemeinde". Die meisten Dozenten in diesem Kurs sind die Absolventen von Nowosaratowka: Pastor Igor Schurawlew (Welikij Nowgorod), Proepstin Elena Bondarenko (Moskau), Pastorin Elvira Schejds (Sankt-Petersburg), Pastor Gleb Piwowarow (Krasnojarsk) und natuerlich Rektor des Theologischen Seminars Pastor Anton Tikhomirow. Aus Moskau sind drei Teilnehmer angekommen: Koordinatorin der Oeffentlichkeitsarbeit Julia Winogradowa, Jugendleiter Wlad Telegin und Prediger Artis Petersons. Alle drei studieren Theologie, sind aktiv in der Kirche und bereiten sich zum weiteren Pfarrdienst vor.

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Zu Besuch bei Frau Muetel

Am 17. August 2016 machten Gäste aus der Zentralen Propstei - Pröpstin Elena Bondarenko und Prediger Artis Petersons - und Tamara Tazenko aus der deutschen St. Annen- und Petrigemeinde einen Besuch bei Edith Müthel, einer Kultfigur für alle Lutheraner. Frau Müthel ist Autorin zweier Bücher über die tragischen Schicksale Russlanddeutscher. Ihr Erbe ist sehr wichtig für die Evangelisch-Lutherische Kirche Russlands: Es wird den kommenden Generationen dabei helfen, die Schrecken eines totalitären Regimes, wie sie ihre Großeltern erlebt haben, nicht zu vergessen. Frau Müthels Bücher sind auch in Deutschland beliebt, da sie unseren Glaubensgeschwistern in Deutschland helfen, mit dem Martyrium der Russlanddeutschen in Berührung zu kommen und daraus wichtige Glaubenslektionen zu ziehen, denn der Glaube war trotz aller Verfolgungen in der Lage, zu überleben und in diesem ungleichen Kampf zwischen Gut und Böse zu siegen.

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Zur Geschichte der lutherischen Kirche und Gemeinden in Russland

Zur Geschichte der lutherischen Kirche und Gemeinden in Russland, sowie die Ereignisse der 30er und 40er-er Jahren des XX Jahrhunderts in Russland und Deutschland. Treffen der lutherischen Gemeinden von Jaroslawl, Studenten aus Jaroslawl und Deutschland.

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Heute ist Gedaechtnistag von Elisabeth von Romanoff.

Heute ist Gedaechtnistag von Elisabeth von Romanoff, der Heiligen der Russischen Orthodoxen Kirche, die auch von Lutheranern Russlands fuer ihre Werke der Diakonie und wunderbare Liebe zu Naechsten hoch geschaetzt wird

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Der Gottesdienst in St.Petri-und-St.Paulikathedrale mit der Teilnahme von Kindern aus Sachsen!

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Die Reise der franzoesich-sprachigen Gemeinde aus Moskau nach St.Petersburg

Die ganze Woche haben die Mitglieder der franzoesisch-sprachigen Gemeinde zu Moskau am Theologichen Seminar in Novosaratovka verbracht, woher es so leicht Ausfluege nach Petersburg und Viipuri zu tun war. Die Reise hatte einen missionarischen Charakter: die Gemeinde hat in der Petrikirche und schwedischen Katharinenkirche gesungen, es gab Morgen-und-Abendgottesdienste, und am Ende der Reise hat sich die Gemeinde fuer Liturgie mit der Hl. Abendmahl gesammelt. Vielen Dank allen Organisatoren: an Prediger Artis Petersons, Diakon Mamy Rakotonitama. Chef-Koch Tuki, Koordinatorin der Jugendarbeit Fara und ihren Kindern! 

Elena Bondarenko, Pastorin der Gemeinde.

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Besuch ins Karl-Bluem-Pflegehaus

Am 30. Juni 2016 haben Proepstin Elena Bondarenko und Prediger Artis Petersons die von Moskauer Gemeinde und Privatpersonen gespendeten Sachen und auch Kollekten von Botschafts-Emmausgemeinde zu Moskau an Karl-Bluem-Haus ueberreicht. Direktorin des Hauses Irina Mitrokhina hat die Gaeste begruesst und von Sorgen und Freuden des Hauses erzaehlt. Unter den Geschenken gab es ein langgewartetes Tablett fuer Bewohnerin des Hauses Natalia - sie hat aufs Tablett 2 Jahre gewartet! Endlich wurde der alte Traum erfuellt. Dank der Zusammenarbeit mit der Kaliningrader Propstei und Propst Ronge werden solche Begegnungen moeglich, das macht Freude den Mitarbeitern und Bewohnern des Hauses und auch Bruedern und Schwestern aus den anderen Propsteien.

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